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Klimaschutz und Holz

Die Energiewende braucht den Brennstoff Holz
Holz ist also, neben den drei klassischen erneuerbaren Energien – Sonne, Wind und Wasser – als nachwachsender Rohstoff ein bedeutender Energielieferant, der einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Wind- und Sonnenenergie werden vor allem für die regenerative Stromerzeugung genutzt. Holz dagegen dominiert den Wärmemarkt. Über 80 Prozent der regenerativen Energien (Biomasse), die 2018 in Deutschland für Wärme und Kälte verwendet wurden, stammte von biogenen Festbrennstoffen, sprich Holz oder Holzpellets, bzw. -briketts. Bei der Umsetzung der Energiewende ist Holz als Brennstoff also unerläßlich.

Fossile Energien verantworten den Klimawandel
Noch ist es allerdings nicht die Biomasse, die hauptsächlich unsere Wohnungen wärmt, bzw. klimatisiert, sondern es sind fossile Brennstoffe wie Kohle, Gas und Öl, die zum überwiegenden Teil importiert werden. Fossile Ressourcen stehen aber nicht unendlich zur Verfügung, weil sie nicht wie regenerative Energieträger ständig nachwachsen. Darüber hinaus sind fossile Energien die Hauptverursacher des Klimawandels, denn bei ihrer Verbrennung wurde über Jahre hinweg viel CO2 freigesetzt, das nicht gebunden wurde und sich in der Atmosphäre angereichert hat. Ergebnis ist der sogenannte Treibhauseffekt. Die Folgen sind die globale Erwärmung, der Anstieg des Meeresspiegels, die Zunahme der Wetterextreme.

Holz hat kurze Transportwege und kann leicht verarbeitet werden
Die Ziele der deutschen Klimaschutzpolitik sind im globalen Klimaschutzabkommen von Paris enthalten. Darin wurde 2015 festgelegt, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf „deutlich unter“ zwei Grad Celsius zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen vor allem die Treibhausgasemissionen, hauptsächlich CO2, reduziert werden. Erneuerbare Energien in Verbindung mit modernen Feuerstätten, Heizungs- und Schornsteinsystemen sind dafür ein unverzichtbarer Lösungsfaktor. Auch weil der heimische Brennstoff Holz nicht, wie fossile Brennstoffe, von weit her angeliefert wird, sondern kurze Transportwege zum Verbraucher hat. Darüber hinaus sind Herstellung und Verarbeitung von Holz weniger aufwändig. Auch das spart Energie und bremst den Treibhauseffekt.

Heizen mit Holz fördert eine nachhaltige Forstwirtschaft
Aber nicht nur die ausgeglichene CO2-Bilanz, die kurzen Transportwege und die einfache Verarbeitung von Holz tragen zum Klimaschutz bei. Heizen mit Holz fördert auch eine nachhaltige Forstwirtschaft. Darunter versteht man, dass bei der Betreuung von Waldflächen die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des Waldes im Vordergrund steht. Es darf nur soviel Holz entnommen werden, wie wieder nachwächst. Deutschland ist eines der waldreichsten Länder der Europäischen Union und der Wald wächst jährlich um ca. 120 Millionen Kubikmeter. Der Holzeinschlag bedeutet also keine Beeinträchtigung des ökologischen Gleichgewichts in den Wäldern. Im Gegenteil: die nachhaltige, forstliche Nutzung erhöht die CO2-Speicherleistung des Waldes, für die besonders junge und wachstumsstarke Bestände eine wichtige Rolle spielen. Zudem hilft die Nutzung von Brennholz beim Umbau der Wälder weg von Monokulturen hin zu stabilen und artenreichen Mischwäldern.

Saubere und effiziente Verbrennung
Holzfeuerstätten sind in den letzten Jahren fortlaufend optimiert worden. Modernste Technik regelt heute den Verbrennungsprozess. Eine saubere Verbrennung und ein hoher Wirkungsgrad sind das Ergebnis. Aufgrund der im Jahr 2010 in Kraft getretenen Novelle der Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) wurden in den letzten Jahren rund zwei Millionen technisch veraltete Holzfeuerstätten stillgelegt, nachgerüstet oder gegen moderne Anlagen ausgetauscht. Auch das trägt freilich zum Schutz des Klimas bei.

Ein Beitrag von HAGOS. Dem Verbund der Kachelofenbaubetriebe.
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